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Hypothekarzinsen purzeln weiter

Die Finanzierungskosten für Wohnimmobilien in der Schweiz sind im August erneut gesunken. Der Rückgang erfasste anders als im Juli auch dreijährige Sätze und akzentuierte sich im Durchschnitt in den mittleren und langen Laufzeiten.
Zehnjährigen Fixhypotheken sind zum Vormonat im Schnitt rund 14 Basispunkte günstiger geworden.
(100 Bp = 1 Prozentpunkt), im Juli war der Rückgang mit 7 Bp halb so gross. Sämtliche in der Tabelle unten aufgeführten Anbieter haben die Zinsen dieser Laufzeit gesenkt, am meisten Homegate. (-17 Bp), gefolgt von Axa Winterthur, Swiss Life, ZKB und Zürich.
Mittlerweile verlangen alle Anbieter ausser Raiffeisen und ZKB weniger als 2% für Langläufer. Die günstigsten Konditionen bietet nach wie vor Swissquote (1,55%), die die Sätze nochmals um 15Bp gesenkt hat. Der teuerste Anbieter bleibt trotz Senkung um 14 Bp Raiffeisen mit 2,08%.
UBS erklärt dazu: In den letzten Wochen haben die sich abschwächende Dynamik in Europa in Verbindung mit den uneinheitlichen Daten aus den USA und geopolitischen Ereignissen wie in der Ukraine oder im Irak das lange Ende der Frankenrenditekurve gedrückt. Inzwischen hätten sich die Renditen zehnjähriger «Eidgenossen» auf sehr tiefem Niveau eingependelt. UBS geht davon aus, dass der Tiefpunkt vorersterreicht worden ist, und erwartet besonders bei zehnjährigen Festhypotheken eine graduelle Verteuerung. Das Niveau bleibe aber extrem tief.
Wegen der für Versicherer weniger relevanten Eigenkapitalhinterlegung – u.a. müssen Banken seit Juli Hypothekarkredite mit 2% mehr Eigenmitteln unterlegen- stellt der Vergleichsdienst Comparis.ch bei Laufzeiten von zehn und mehr Jahren eine zunehmende Diskrepanz zwischen Banken und Versicherern fest. Letztere böten zehnjährige Hypotheken hoher Bonität zu 1,5% oder leicht tiefer an, Banken zu rund 0,15%Prozentpunkten mehr.

QuelleFinanz und Wirtschaft 20. August 2014